Test im Uni-Leben: TREKSTOR Primetab T13B

Von der Firma TREKSTOR habe ich vor geraumer Zeit das Primetab T13B zur Verfügung gestellt bekommen. Bei dem Gerät handelt es sich um ein Tablet, dass gemeinsam mit der Bild-Zeitung unter dem Titel “Volks-Tablet” vermarktet wird. Ich habe das Gerät insbesondere auf seinen möglichen Einsatz in der Vorlesung getestet.

Was wollte ich untersuchen?

  1. Allgemeine Leistungsfähigkeit und Hardware
  2. Verarbeitungsqualität
  3. Einsatz als Schreibgerät
    1. mit Stift
    2. mit Tastatur
  4. Einsatz zum Spielen
  5. Einsatz als (Video-) Wiedergabegerät
  6. Auffälligkeiten / Sonstiges
  7. Preis und Verfügbarkeit

1. Allgemeine Leistungsfähigkeit und Hardware

In dem Tablet steckt ein Intel Pentium Prozessor, der bereits Mitte 2016 von Intel veröffentlicht wurde. Der Intel Pentium N4200 gehört zur Familie der Apollo Lake Generation und ist mit 4 “echten” Prozessorkernen ausgestattet, die mit 1,1 GHz bis 2,5 GHz takten. Das reicht nicht nur fürs Surfen und etwas Office, man kann auch mehr damit anfangen. Selbst Photoshop von Adobe läuft flüssig und profitiert hier ganz klar von den kurzfristig recht hohen Frequenzen.

Die EMMC-Festplatte ist mit 60 GB recht mager ausgelegt, der Speicher kann jedoch mit einer M.2 SSD und einer Micro-SD-Karte erweitert werden. Die sequenzielle Leserate ist mit etwas über 90 MB/sec recht ordentlich, schreiben mit 40 MB/sec in einem auf niedrigen Energiebedarf ausgelegten System noch akzeptabel. Die M.2 SSD wird über SATA 6 GBit/s angesteuert. Lauthandbuch unterstützt der M.2 Port den B (PCIe ×2, SATA, USB 2.0 und 3.0, Audio, UIM, HSIC, SSIC, I2C und SMBus) und M Key (PCIe ×4, SATA und SMBus). Es ist also im Rahmen des Möglichen,dass dort auch die PCIe Schnittstelle nach außen geführt wird. Somit könnte man ein Wifi-Modul oder gar einen PCI Expander für eine externe Grafikkarte anschließen, um über die Optimus Technologie von NVIDIA eine höhe Grafikleistung zu erzielen.

2. Verarbeitungsqalität

Ich bin sehr positiv überrascht davon, dass fast das komplette Tablet aus Metall gefertigt ist. Die ganze Rückseite, inklusive des ausklappbaren Ständers sind aus je einem Stück Metall gefertigt, was nicht nur der Stabilität zu Gute kommt, das fühlt sich auch einfach gut an. Lediglich ein kleiner Streifen oben auf der Rückseite ist aus Plastik – irgenwo müssen ja die WLAN-Antennen liegen. Auch der Deckel für die M.2 SSD ist aus Plastik. Vorn dominiert das Display, welches von Glas umgeben ist. Gut so! Der Klappmechanismus ist ebenfalls nicht aus Plastik, sondern ein recht kräftiges Metallscharnier. Alles ist mit (Kreuzschlitz-) Schrauben befestigt und somit leicht austauschbar, unter dem Klappmechanismus kommen acht weitere Schrauben zu Vorschein. Ich möchte prophezeien, dass sich über diese das Gehäuse öffnen lässt. Da es sich bei dem Testgerät nicht um mein Eigentum handelt, bleibt es aber bei dem Blick von außen. Ich gehe davon aus, dass sich die beschriebenen Umstände sehr positiv auf die Reparierbarkeit auswirken.

Drei Dinge sind mir jedoch negativ aufgefallen. Zum Ersten schließt der Klappmechanismus bei mir auf einer Seite nicht glatt mit dem Rücken ab. Diese Stelle ist zu allem Übel noch recht scharf. Zweitens lässt sich das Display am oberen Rand beinahe 2,5 mm eindrücken (oberhalb der Kamera, wo auch die WLAN-Antennen sitzen. Hier fehlt klar eine Halterung oder zumindest eine Stütze. Der dritte Punkt ist die Tastatur. Die Bolzen, welche einen sicheren Halt am Tablet gewährleisten, sind bereits nach 5 Tagen Nutzung und vielleicht 15 An- und Abdockvorgängen sichtlich mitgenommen. Das darf nicht sein!

3. Einsatz als Schreibgerät

Hier liegt meiner Meinung nach der einzige wirklich große Nachteil: Schreiben mit einem Stift ist schlicht nicht möglich. Der Touchscreen ist kapazitiv, besitzt aber keinen Digitizer. Es gibt zwar Eingabestifte für kapazitive Bildschirme, doch die Reaktionszeit des Touchscreens ist derart langsam, dass schreiben nicht möglich ist. Leider fällt es damit bei der Nutzung für die Hochschule flach…

4. Einsatz zum Spielen

Sicher, eine Intel HD Graphics 505 ist nicht für aktuelle Toptitel geeignet. Dennoch habe ich das ein oder andere ausprobiert, immer auf FullHD:

  • Minecraft: mit 35 bis 55 fps gut spielbar (Graphics fancy, mit Optifine 60fps), tendenziell CPU limitiert
  • AssaultCube: INSANE: 20 – 30 fps, HIGH: 30 – 40 fps, GOOD 50 – 60 fps –> ab HIGH gut spielbar
  • Kingdom Rush: problemlos spielbar, auch auf Akku
  • Die Siedler II Die nächste Generation: Läuft flüssig, fps nicht ermittelt

Die CPU bleibt unter hoher Last meist bei 1,4 bis 1,6 GHz, je nach dem, ob mehr GPU oder CPU Last gefordert sind.

5. Einsatz als Videowiedergabegerät

Die Grafik beschleunigt alle gängigen Videoformate, sodass ein FullHD Video, dass mit h264 codiert ist, bei der Wiedergabe mit einem geeigneten Player kaum CPU-Last hervorruft, was der Akkulaufzeit entgegenkommt. Ich habe im VLC über 7 Stunden lang Big Buck Bunny in Dauerschleife lassen – bei 50 % Helligkeit und aktivierten WLAN. Danach waren noch immer 10% Akku übrig. Leider sind die integrierten Stereo-Lautsprecher recht leise. Bei voller Lautstärke klingen diese aber immer noch gut, wenn man von dem komplett fehlenden Bass mal absieht.

6. Auffälligkeiten  / Sonstiges

Zumindest bei meinem Gerät war das BIOS extrem vielfältig einstellbar. Eine vollständige Liste aller Einstellmöglichkeiten habe ich in die Cloud geladen. Ich konnte 54 verschiedene Einstellungsseiten mit unzähligen Optionen finden. Ich habe mal ein BIOS-Dump erstellt…

UPDATE: Laut TREKSTOR ist das BIOS auch beim Serienmodell derart breit einstellbar.

7. Preis und Verfügbarkeit

Das TREKSTOR Primetab T13B ist bei allen großen Elektrohändlern für ca 400€ verfügbar. Aufpassen sollte man, dass nicht aus Versehen das kleinere Modell mit dem Celeron Prozessor gekauft wird, dieses bietet eine meiner Meinung nach zu geringe Leistung. Grundsätzlich kann ich das Tablet empfehlen, man sollte sich aber bewusst sein, dass schreiben darauf nicht möglich ist.

Amazon (auf das Bild klicken):

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Gole1 – Minimalistisches Windows Tablet

Kleine PC’s haben mich immer fasziniert. So habe ich ein 13 Zoll Notebook und nutze früher die EEEPC-Serie oder ähnliche als Media-Center. Doch das, was ich seit einigen Tagen auf dem Schreibtisch habe, toppt alles bisher dagewesene. Nach 2 Zustellversuchen (einmal fehlte die CE-Kennzeichnung) hat es eine Gole1 zu mir geschafft. Der kleine PC kommt aus Asien und ist eine interessante Mischung aus Tablet und Mini-PC.

CPU Intel Cherry Trail T3(Quad-core ) Z8300 1,44 Ghz (1,86 GHz Boost)
GPU Intel HD Graphics 200 MHz (500MHz Boost)
Bildschirm 5 Zoll 720×1280 IPS
Touchpanel 5-Punkte
RAM 4GB LPDDR3
HDD eMMC 64GB
Anschlüsse 3 x USB 2.0, 1 x USB 3.0, 1 x 100 Mbit Ethernet, 1 x HDMI, 1 x Kopfhörer, 1 x Micro SD, 1x Micro USB, 1 x 5V Jack

Es gibt auch eine kleinere Variante mit 2 GB RAM  und 32 GB HDD – aber da bleibt kaum Speicher übrig, also habe ich mich für die größere entschieden. Persönlich hat mich am Anfang das Datenblatt des Prozessors stutzig gemacht. Angeblich unterstützt dieser nur 2 GB RAM. In meinem Tablet sind allerdings tatsächlich 4 GB verbaut – und funktionieren. Natürlich kann man von der kleinen CPU keine Wunder erwarten. Dennoch ist es möglich, grundsätzliches Multitasking zu nutzen.

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Ich treibe das Spiel gern auch etwas weiter und wollte mal etwas Zocken. Minecraft? Bei moderaten Einstellungen 30 FPS. Spielbar. Assaultcube? Selbiges. ganz klar: Ältere Spiele laufen problemlos – sogar in HD. Tatsächlich ist es hier oft die CPU, welche limitiert. Wirt das System belastet läuft es heiß und die CPU Frequenz wird gedrosselt – der Boot von 1,84 GHz ist ein seltener Gast. 1,6 GHz hingegen werden gehalten. Minecraft ist ein Spiel, welches kaum Multicore-optimiert ist – es läuft “dank” Java hauptsächlich auf einem Kern – und ein einzelner ist schnell ausgelastet. Das Microsoft Office 365 2016 arbeitet gut da Hardware-beschleunigt. Eingesetzt wird im übrigen Windows 10 64bit über einem UEFI-BIOS, auf welches man zugreifen und auch umfangreich konfigurieren kann.

nun stellt sich die Frage: Warum kauft man sich sowas. zuerst ist dazu zu sagen, dass ich das Projekt via Indigogo finanziert habe und somit wesentlich günstiger an das Gerät gekommen bin, als der “normale” Käufer. Ich persönlich möchte das Gerät in der Uni für Präsentationen, kurze Recherchen zu Bauteilen in Laboren oder ähnlichem nutzen – eben als kleiner Helfer. Praktisch dabei ist, dass der Gole einen “echten” HDMI-Ausgang hat, sprich Full-Sized und kein simpler “Clon-Display” Anschluss sondern eben ein echter, welcher auch für ein zweites Display mit anderem Inhalt und anderer Auflösung verwendet werden kann. Also genau das, was man für Präsentationen braucht. Für diesen Zweck ist er auch bestens geeignet. Für Powerpoint reicht die Leistung alle mal und das kleine Display ist für die Folienvorschau auch genügend.

Positiv überrascht war ich von der Akku-Laufzeit. Ich war davon ausgegangen, wenn der Hersteller ca 2 Stunden angibt wird eher Schluss sein. Allerdings sind diese 2 Stunden ohne jegliche Energiesparmaßnahmen gerechnet. Ich erreiche bei aktivem Display (25% Helligkeit) und mäßiger Nutzung 3 bis 4 Stunden. Allerdings ist auch nicht komplett klar, welches Akku verbaut ist. Deswegen habe ich das Gehäuse geöffnet (4 Schrauben hinten)…

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…und siehe da: 9,62 Wh. Das ergibt mit 3,7 V Nennspannung 2600 mAh. Passt also. Andere haben aber nur 1800 mAh oder 1900 mAh eingebaut – unverständlich…

Vorgestellt: ACER Iconia Tab

Am Stand von ACER habe ich mir mal das neue ACER Iconia A200 zu Gemüte geführt. Das Gerät soll mit schnellem Dual-Core-Prozessor und nVidias Tegra-Grafik Punkten.

Ich habe es mal ausprobiert und als erstes festgestellt, das die Tegra-Demo Funktion bei allen 4 Ausgestellten Tabs nicht funktionierte. Android meldete schlicht einen Fehler.

Siehe Bild. Aber das soll mich ja nicht aufhalten. Deshalb probiere ich einfach eins der soundso vorinstallierten Games aus. Klappte auch ganz gut, nVidia weiß eben wie man Grafikkarten baut.

Was mich eher überraschte war, dass schon das animierte Umblättern bei Google Books (sorry – Play Books) schon hackte. Da brauche ich keinen Zweikernprozessor, um sowas zu erreichen. Trotzdem: Mit seinen nicht einmal 750g ist es deutlich leichter als mein WeTab – verständlich, der Einsatzbereich ist ja auch wesentlich anders.

So, aber anstatt mich hier wieder in Rage zu schreiben werde ich euch noch schnell mal ein paar Fakten zum Tab nennen:

  • nVidia Tegra 2 Dual Core A9 mit 1GHz
  • 16GB ROM || 1GB RAM (wenig!!!)
  • 1280×800 Pixel Display (–> kein HD) mit kapatizitiven Multitouch
  • WLAN B/G/N; Bluetooth 2.1 mit EDR; GPS
  • MicroSD-Slot (SDHC 2.0)
  • USB-Host (für Speicher…)
  • G-Sensor und Gyrometer
  • Android 3.2, FOTA Upgrade auf 4.0 folgt

Soooo wer jetzt ganz verliebt ist, darf da einmal klicken:

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NAVIGON 42 PLUS Test

Wie bei tausend anderen Deutschen dieses Jahr lag bei mir auch ein elektronisches Gerät unterm Baum. Nicht das ich mich nicht orientieren könnte – mit Kompass und Karte komme ich besser zurecht als manch Anderer. Doch in einer so multimedialen Gesellschaft wird man faul. Warum ständig anhalten und Karten lesen? Einfach vom Navi leiten lassen… Warum es ein NAVIGON 42 PLUS geworden ist? Ganz simpel: NAVIGON Geräte setze ich schon seit einigen Jahren ein und war bisher immer zufrieden. Preislich sind die OK, auch Kartenupdates gibt es auch zu erschwinglichen Preisen. Kein wirklicher Grund für mich? Richtig. Interessanter ist dass man vieles am System selber verändern kann. Karten (von OSM und co.) selber einspielen, POI’s selber einspielen, das System (Windows CE6) modifizieren… Läuft. Das bei 500Mhz CPU das Gerät keine Rechenmaschine ist war mir klar, aber es tut seinen Teil. 2GB stehen einem zur Verfügung und Karten einzuspielen, soweit man keine Micro-SD-Karte einlegt.


Bedienung

Die Bedienung wurde von Navigon weiterentwickelt – das lässt sich der Herstellerseite entnehmen. Man kann nun auf die wichtigsten Funktionen per Geste zugreifen (Wischen und zwischen “Desktops” hin und her zu schalten). Da an sich funktioniert auch ziemlich gut. Will man aber an tiefere Systemeinstellungen muss man ein ziemlich kleines Symbol in der Ecke betätigen, das zumindest für meine Männerhände beinahe ungeeignet ist. Trotzdem: Gute Idee mit akzeptabler Umsetzung.

Verarbeitung

Hier wird nichts zu wünschen übrig gelassen. Der Saugnapf hält Bombenfest und das Plastikgehäuse wirkt wertig. Keine scharfen Kanten oder zu große Spaltmaße – alles stimmig.

Navigation

Das wichtigste ist und bleibt natürlich die Navigationsfunktion. Und die überzeugt. Die Eingabe ist schnell gemacht und auch Sonderziele werden direkt in den Suchergebnissen angezeigt. So habe ich zum Beispiel Berlin Fernsehturm eingegeben und dieser wurde schnell gefunden. Für mich das tollste ist die Möglichkeit vor dem Start der Navigation eine alternative Route auszuwählen. TMC läuft auch.

Einen dicken Pluspunkt gibt es nochmal für die Parkplatz / Tankstellen / Restaurant -Funktion. Während der Navigation wird nicht nur angezeigt, wie weit es bis zu einem der gerade genannten Punkte ist, sondern man kann diese auch direkt während der Navigation als Zwischenziel hinzufügen.

Fazit

Solide Leistung. Für ein Navi der gehobenen Mittelklasse viele Funktionen und tolle Verarbeitung.

Ich habe euch hier mal die Ganze Produktreihe der 42’er aufgelistet:

Und zum Schluss noch ein kleines Schmankerln für die, die immer den ganzen Artikel lesen: Ein Gutscheincode für euer Navigon Navi. Mit dem Code, eingegeben bei NAVIGON Fresh könnt ihr 50% beim Einkauf des MICHELIN green Guides sparen: GREENGUIDE50 <-- Einfach bei Bestellung eingeben, fertig. PT