Erfahrungen mit Vodafone Kabel Deutschland und 1und1

Wer in einer modernen Welt lebt braucht DSL. Sei es für Arbeit, Studium oder das private Vergnügen. In meiner neuen Wohnung wollte ich davon viel. Also musste eine schnelle Verbindung her. Über eine Firmeninterne Rabatte konnte ich eine 100 Mbit/s – Leitung bei Kabeldeutschland abschließen – 100 Mbit/s, das klang sehr gut für mich. Es folgte die Schaltung und die Ernüchterung: maximal 20 Mbit/s lagen an, wenn die Mieter über mir den Fernseher einschalteten gegebenenfalls noch 2 oder 3 Mbit/s und Paketverlustraten bis 80% – grauenvoll. Nun, ein Anruf bei KD und ein Techniker kam vorbei. Der tauschte die Dose und siehe da: 50 Mbit/s. Damit hätte ich mich zufrieden gegeben – wenn die Paketverlustrate nicht immer noch extrem hoch gelegen hätte, inklusive der oben erwähnten Einbrüche der Bandbreite. Es folgten ein zweiter und ein dritter Technikertermin – beide mit dem Ergebnis: Keine langfristige Verbesserung. Allerdings mit diversen lustigen Begründungen: Ein Amateurfunker solle schuld sein, man würde einen Ortungswagen losschicken. Alternativ war es ein Kabelbruch oder der Tiefbau, der etwas tun sollte. So richtig wusste keiner, was los war (vielleicht sind es doch die alten Leitungen? Oder dass diese von Wohnung zu Wohnung durchgeschleift werden?). Ich rief also wieder bei KD an und berief mich auf mein Sonderkündigungsrecht. Schließlich war die erbrachte Leistung nicht annähernd mit dem zu vergleichen, was ich zahlte. Resultat: Man wollte mir einen Techniker vorbei schicken 🙁 Das immerhin konnte ich abwenden – leider erst nachdem ich etwas direkter wurde in meinem Ausdruck. Schließlich wäre das der vierte Tag gewesen, an dem ich mir hätte Zeit nehmen müsste (innerhalb weniger Wochen!!!). Nun eines muss man der Vertragsabteilung, mit welcher ich darauf hin verbunden wurde, zugute halten: Die haben nicht lang gefackelt und meinen Vertrag aufgelöst.

101

Doch das Dilemma ging weiter: Wo nun schnelles DSL herbekommen. Möglichst sollte dieses ja bezahlbar bleiben. Als Student hat man sicher andere Vorstellungen von “bezahlbar” als ein werktätiger Mensch – nichts desto trotz habe ich dann bei 1und1 die 50.000er Leitung gebucht. Die Schaltung ging dann auch relativ flott und siehe da: Über die gute alte Kupferleitung aus Nachkriegszeiten kann man eine stabile Internetverbindung aufbauen – mit unmerklichen Verlusten. Aber eben nur mit 25 Mbit/s statt 50 Mbit/s – das teilte mir schon der Telekomtechniker am Schaltungstag mit. Nun: Immerhin stabil. Aber wie nun weiter? 50 Mbit/s zahlen und 25 MBit/s bekommen ist natürlich nicht fair. Also wieder mal ein Anruf beim Telekommunikationsanbieter. Und siehe da: 30€ Rabatt alle 6 Monate, da meine Leitung technisch wohl auf 25 Mbit/s beschränkt ist (womit ich leben kann). Das Ganze hat mich keine 30 Minuten gekostet und beinahe keine Nerven. Die 1und1 Mitarbeiter sind kompetent und freundlich. Das kann ich leider von den (sicher 10 verschiedenen) KD-Mitarbeitern nicht behaupten – woran das auch immer liegen kann (Bezahlung, Umgang von oben, … ).

1und1 Kabel-Modem WLAN freischalten (Fritz!Box 7412 Recovery)

Wer bei 1&1 einen DSL-Internet-Vertrag abschließt, kann zwischen 3 verschiedenen Routern wählen.

1und1 Router Auswahl Quelle: https://dsl.1und1.de/wlan-hardware
1und1 Router Auswahl Quelle: https://dsl.1und1.de/wlan-hardware

Betrachtet man die ersten Beiden, so fällt auf, dass es sich in beiden Fällen um eine Fritz!Box 7412 handelt. Eine Fritz!Box 7412 allerdings bietet definitiv WLAN – warum also das “1&1 DSL-MODEM” nicht? Schaut man sich letzteres an, so stellt man fest, dass es sich zumindest rein optisch um eine normale Fritz!Box 7412 handelt, mit modifizierter Firmware. Es ist die nicht offiziell von AVM angebotene Version 7412.06.32. Offiziell gibt es die Versionen  7412.06.21,  7412.06.30 sowie  7412.06.50. Dringt man ein wenig in das System ein erkennt man, dass es sich um die Version  7412.06.30 handelt, allerdings wurde jegliche Referenz auf das WLAN-Modul entfernt. Die Hardware ist jedoch eine vollständige Fritz!Box 7412.

Nun stellt sich die Frage, wie man die Software manipuliert. Zuerst muss ich dazu ein wenig die Paragraphen schwingen. In den AGB von 1&1 findet sich folgender Absatz:

14. Verkauf und Eigentumsübertragung bei Endgeräten
14.1. Ist nichts anderes vereinbart, geht das Eigentum an den Kunden erst mit
vollständiger Leistung des Kaufpreises über. Subventionierte Hardware wird
dem Kunden nur im Zusammenhang mit einer langfristigen Vertragsbeziehung
(Mindestvertragslaufzeit) angeboten. Wird der Vertrag innerhalb der vereinbarten
Mindestvertragslaufzeit, gleich aus welchen Gründen, beendet, ist 1&1 berechtigt,
subventionierte Hardware zurückzufordern.”

Daraus zu lesen sind simpel ausgedrückt zwei wichtige Punkte:

  • Der Router gehört einem erst nach den 2 Jahren Mindestvertragslaufzeit
  • Beendet man den Vertrag eher, muss man den Router zurückgeben

Veränderungen am Eigentum anderer sind zumindest kritisch. Allerdings kann ich hier nicht erkennen, dass es verboten ist, den Router zu updaten. Im Gegenteil, es wäre sogar gefährlich, die Router-Firmware auf dem .3X-Stand zu lassen, denn mit dem Update auf .50 gab es ein SSL-Update:

“Sicherheit:
Verbesserung – Kennwortbewertung bei der Ersteinrichtung und bei der Einrichtung von MyFRITZ!
Verbesserung – Sichere TLS-Verfahren erzwingen, Unterstützung von SSLv3 entfernt”

(Changelog für Firmware) Warum dies notwendig ist, kann jeder auf disablessl3.com nachlesen. Deswegen ist es sinnig, die Firmware auf den aktuellen Stand zu bringen und nebenbei die automatischen Updates von AVM zu aktivieren. Dazu empfehle ich folgende Schritte:

  1. Das Firmware-Recover-Tool von AVM herunterladen: https://service.avm.de/downloads/downgrade/fritzbox-7412/
  2. Die Firmware von 7412.06.32 auf 7412.06.30 per Recovery “downgraden”
    Aktuell ist die Version 06.32 nicht mehr so einfach bei AVM verfügbar. Einige Nutzer berichten, dass die 6.83 auch funktioniert. Dann spart man sich Schritt 3.
  3. Die aktuelle Firmware in Version 7412.06.50 installieren: ftp://ftp.avm.de/fritz.box/fritzbox.7412/firmware/deutsch/

Ich sehe darin keine Verletzung der AGB von 1&1. Schließlich handelt es sich um eine von Hersteller AVM  vorgesehene Maßnahme und Software. Im Fall der Fälle kann man bei Nachfragen von 1&1, warum denn keine 1&1 Firmware installiert ist, immer noch angeben, dass die Fritz!Box nicht erreichbar (sowas passiert) war um man eben ein Recovery gemacht hat, wie der Hersteller es vorschreibt. Final lässt sich jedenfalls sagen, dass mit der oben beschriebenen Recovery-Methode das WLAN freigeschaltet wird und bleibt.

Kein Internet bei 1und1? Ihr seid nicht allein!

Seit etwa 21 Uhr ist Internet bei 1und1 rar gesät. In unserer WG (1und1 VDSL 50k) kommen nur etwa 30% der Pakete noch durch. Raum Hannover und Berlin scheinen besonders betroffen zu sein:

1und1

Updates folgen. Wir versuchen uns mit 1und1 in Verbindung zu setzen.

Update 22:20Uhr

Offizielle Meldung von 1und1: Großraumstörung der Telekom, die sich bis morgen früh erledigt haben sollte.

1&1 Smart-Pad nur noch für kurze Zeit kostenlos

Kurz nachdem 1&1 nun zu jedem neuem 1&1 DSl 16000 Vertrag ein 1&1 SMART PAD “dazugelegt” hat wurde die Auslieferung auch schon wieder mit einem Endpunkt versehen. Nach dem Unternehmenschef Rolf Dommermuth habe man “rund 25.000 SmartPads in Asien bestellt”. Man würde diese Geräte aber nicht nachbestellen – was eindeutig ein frühes Ende der kostenlosen Pad’s bedeutet.

Als “Ausgleich” wolle man aber spätestens ab Anfang Iktober die Kunden mit anderen, besseren Geräten ausstatten, welche allerdings nicht mehr kostenfrei wären.

PT