Mit dem VLC zum Chromecast streamen

Normalerweise nutzt man ein Smartphone mit einer App, um Musik oder Videos auf einen Chromecast von Google zu übertragen. Was aber, wenn man seine Musik oder Filme auf lokal oder auf einem NAS liegen hat? Dann bietet es sich an, die Daten direkt mittels VLC an den Chromecast zu senden.

Beim VLC den Chromecast als Renderer auswählen

Dazu einfach wie üblich mit dem VLC eine Playlist erstellen oder einfach Musik öffnen und unter [Wiedergabe] > [Renderer] den Eintrag mit dem Namen des Chromecasts auswählen.

Dies funktioniert solange recht gut, wie man die vom Chromecast unterstützen Codecs nutzt. Musik im mp3 oder FLAC Format sind problemlos nutzbar. Möchte man jedoch eine Video-Übertragung starten, so gleicht es einem Glücksspiel, ob es klappt. Die Hardware meines Chromevasts der ersten Generation kann H.264 und VP8 dekodieren. Dennoch klappte es nicht, H.264 kodierte MKV Dateien zu streamen [Infos dazu].

TP-Link PA211 Review – LAN durch die Dose

Nachdem der 21 Jahre alte Grundig-Röhren-TV nun (endlich) den Geist aufgegeben hat, wurde dessen Platz frei für einen Flachmann. Dabei haben wir uns für ein Modell von Philipps entschieden – aber das ist erst mal egal. Denn in diesem Post soll es darum gehen, wie ich diesen Fernseher der neusten Generation ans Internet gebracht habe. Natürlich gibt es dazu mehrerlei Wege: Grundsätzlich steht die Entscheidung WLAN oder LAN. Ich entschied mich für LAN, da ich das Gefunke schon seit längeren aufgrund der Strahlung deaktiviert habe, in unserem Haushalt. Allerdings liegt die nächste LAN-Dose ein Zimmer weiter… Was nun? Doch WLAN? Auf keinen Fall. Da lieber mal etwas Neues ausprobieren. D-LAN.

Für diejenigen, die mit dem Begriff nicht allzu viel anfangen können, hier eine kleine Erläuterung: DLAN (oder PowerLAN) ist eine Technologie, bei der das Signal des Lokalen Netzwerkes Hochfrequent durch das vorhandene Stromnetz transportiert wird. Sieht man das Ganze technisch, so handelt es sich um eine sogenannte Trägerfrequenzanlage, für welche man mindesten 2 Adapter benötigt. Ich entschied mich für die Lösung von TP-LINK, den TP-Link PA211, welcher rein theoretisch ein 200Mbit Netzwerk aufbaut.

Natürlich wird diese Datenrate nicht erreicht – aufgrund schlechter Leiter, zwischengeschalteten Sicherungen und Ähnlichem. Trotzdem erreiche ich im Wohnzimmer (Nebenan, anderer Stromkreis) 54Mbit/s – solide. WLAN könnte das auch. Allerdings mit wesentlich mehr schädlicher elektromagnetischer Strahlung.

Das Bild zeigt ein mitgeliefertes Programm zur “Überwachung” der Adapter (das “Hauptgerät” wird oben links angezeigt). Für mich auch interessant, ist der Stromverbrauch. Der liegt verglichen mit anderen Adaptern im relativ niedrigen Bereich – das liegt auch daran, dass sich die Adapter bei nicht genutzter Datenübertragung in einen speziellen Standbymodus schalten.

Wir haben uns dann gleich noch einen dritten Adapter zugelegt und ihn bei meinen Großeltern installiert, sodass jene auch per LAN ins Internet gehen können (moderne Großeltern *stolz*). Die wohnen 2 Etagen unter uns und haben trotzdem genau so guten Empfang wie ich im Wohnzimmer.

Also eine eindeutige Kaufempfehlung von mir.

PS: Ein Einzeladapter gibt’s auch:

PT