Pascal Tippelt's Blog

Linux und so

Projekt: Historisches Wohnmobil – Teil 14 Solarstrom, Warmwasser und Blinkgeber

| 1 Kommentar

Das Projekt geht weiter 😀 Kürzlich habe ich wieder einiges eingebaut und fertiggestellt.

Solarstrom

Wir wollen nicht nur immer mal autark unterwegs sein, sondern auch einen Ausgleich zum Spritverbrauch des Wohnmobils schaffen, welcher unserem grünen Gedanke nicht so ganz entspricht. Deswegen haben wir uns entschieden, das Wohnmobil mit einer Solarzelle auszustatten. Da finanzielle Ressourcen nicht unbegrenzt verfügbar sind, habe ich direkt in Asien bestellt. Die Adresse der Wahl ist dabei Aliexpress, wir haben uns dabei für ein Modell mit nicht flexibler Solarzelle entschieden.

Dabei handelt es sich um ein Set, welches Solarzelle, Leitungen, Stecker und Solarladeregler vereint. Die Kosten sind mit rund 160 US Dollar recht gering, verglichen mit einem Modell, welches aus Deutschland geliefert würde. Man stellt sich natürlich die Frage, ob dieses Modul den hiesigen Ansprüchen, speziell den technischen entspricht. Deswegen liefert der Hersteller ein Zertifikat des TÜV Süd mit (als Kopie), welches die Konformität des Produkts attestiert.

Solarmodul mit Kabelverschraubung

Die Solarzelle an sich ist mit einem U-förmigen Aluminiumrahmen umrandet. Dies ist sehr stabil und wertig. Da ich vor hatte, die Solarzelle direkt an das Dach zu kleben, habe ich eine IP68 Kabelverschraubung genutzt um eine H07RN-F 3G2,5 Leitung ins „Innere“ zu bringen. Das „Innere“ wird durch den Kleber abgedichtet.

Die oben genannte Leitung habe ich mit einer weiteren Kabelverschraubung durch das Dach durchgeführt. Der Bereich direkt neben dem Bad hat sich angeboten, da ich dort die Leitung gut nach unten führen kann und den Laderegler im Fahrerbereich im Auge habe.

Der angesprochene Solarregler hat praktischerweise auch noch zwei USB Ladebuchsen für unsere Handys – das Bett liegt ja bekanntlich direkt daneben 😉

Normalerweise werden alle Verbraucher an den Solarladeregler angeschlossen, damit dieser jene im Falle von zu geringer Ladung abschalten kann. Ich habe mich einerseits aus Gründen der vorhandenen Verdrahtung dagegen entschieden, andererseits aber auch, weil wir durchaus theoretisch einen höheren Strom haben könnten, als der Laderegler aushält. Jener ist leider nur bis 10A belastbar, allein unser Kühlschrank benötigt einen höheren Strom.

Die Funktionsweise des Ladereglers ist relativ simpel. Wenn die Wohnraumbatterie (Akku…) geladen werden muss, schaltet er die Solarzelle direkt auf. Die Spannung der Solarzelle bricht auf die Spannung der Batterie zusammen und es fließt ein Ladestrom. Nähern wir uns dem Zustand „voll“ (hier 13,8 V), so wird dieses aufschalten periodisch ausgeführt, um die Batterie nicht zu überladen. Ist die Batterie voll, wird die Verbindung zum Solarmodul gänzlich unterbrochen. Um ein dauerhaftes Laden zu vermeiden, „wartet“ der Regler, bis die Batterie wieder etwas entladen wurde (auf 12,7 V), um dann erneut zu laden.

Vorbereitung: Kabelkanäle verlegen, Dach durchbohren, Leitung verlegen

Wer die Bilder genauer ansieht wird erkennen, das unser großes Fenster in einem miserablen Zustand ist. Das stimmt. Aber es ist dicht und wir sind derzeit nicht gewillt 400€ für ein stück Plastik auszugeben.

Angeklebtes Solarpanel

Warmwasser

Wer den Blog hier fleißig verfolgt, der weiß das wir bisher nur kaltes Wasser (verdammt kaltes Wasser!!!) hatten. Der ursprüngliche Gas-Boiler war schon beim Kauf abstinent, ein neuer ist sehr teuer. Also haben wir uns für eine „Therme“ von Truma entschieden, welche Warmwasser über die Heißluft der Heizung oder über 230V bereitstellt. Das Modell kostet ca 170€, wir haben eine elektrisch defekte für 30€ bei Ebay ergattert, welche ich kurzerhand repariert habe (der Schalter, welcher bei 65 °C abschaltet war defekt, Ersatzteil kostet 6€…). Ich habe dem System eine extra Sicherung spendiert, rein aus Sicherheitsgründen. Wir haben, da ich das elektrische System überarbeitet habe, auch einen Fehlerstromschutzschalter (sowas wurde 1978 noch nicht verbaut), somit halte ich das System auch für sicher.

Blinkgeber

Auf der einer kürzlichen Fahrt in den Westen Sachsens wurde ich mit einem verkehrstechnisch ernsten Problem konfrontiert. Der Blinkgeber – jenes elektrische Bauteil, welches den „Takt“ zum Blinken erzeugt – gab den Geist auf. Der Austausch gestaltete sich glücklicherweise preiswert und unkompliziert. Ein universal verwendbares Modul von Ebay brachte für knapp 14 € den Erfolg. Man muss erwähnen, dass unser Wohnmobil von einem der Vorbesitzer mit 2 zusätzlichen Blinkern vorn ausgestattet wurde – welche natürlich zusätzlich je 21 Watt verbrauchen. Der arme alte Blinkgeber hat dadurch einfach aufgegeben…

Ein Kommentar

  1. Pingback: Wir arbeiten weiter am Wohnmobil  – InCapitalLetters

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.