In eigener Sache: Hosting bei Netcup und Gutscheine

netcup ÖkostromWer meinen Blog liest, ist wahrscheinlich technisch versiert oder zumindest interessiert. Und vielleicht haben sich meine Leser schon mal die Frage gestellt, “wo” denn meine Internetseite liegt. Die Antwort ist: Ich setze seit einigen Jahren auf die Firma Netcup. Ich habe mich dort für einen preiswerten V-Server entschieden, so muss ich mich zwar um die Software selber kümmern, aber habe auch 100%ige Kontrolle. Über meine Daten, meine Performance und Dienste. Aber es gibt auch andere Gründe, die eher ideologischer Natur sind. So nutzt Netcup reinweg Ökostrom für den Betrieb der Server (Wenn man vom Notfall-Dieselgenerator mal absieht). Und das die Server in Deutschland stehen und somit deutschem Recht unterliegen finde ich auch positiv. Natürlich ist das jetzt hier Werbung. Aber ich muss sagen, die Jungs machen Ihren Job gut, da kann man auch mal sagen, dass es seit Jahren keine Probleme gibt und man zufrieden ist.

Jetzt kommt der Teil für euch: Ich habe ein paar Neukunden-Gutscheine für Netcup für euch vorbereitet! Diese müsst ihr hier einlösen.

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Betrugsmasche Analogabschaltung Kabeldeutschland / Vodafone – Ein Erfahrungsbericht

In unserem Mehrfamilienhaus wohnt ein älteres Ehepaar um die 90 Jahre. Die haben, da es kein Satellitenfernehen gibt, den üblichen Kabel-TV-Anschluss im Haus wie alle hier. Normales Fernsehen kostet 3,99€ im Monat, dabei sind einige HD Sender. Das haben die Beiden schon seit Jahren und waren glücklich damit, bis dann plötzlich eine junge Dame von Kabeldeutschland (sic!) vorbeikam und sich “den Anschluss mal anschauen wollte”. Nachdem die Kabeldeutschland- (jetzt ja eigentlich Vodafone) Mitarbeiterin sich alles genau angesehen hat, erklärte sie, dass das Fernsehen wie das Paar es bisher empfängt, demnächst abgeschaltet werden würde (Analogabschaltung). Deswegen müsse man auf ein anderes Gerät umsteigen, dass das könne und man müsse einen neuen Vertrag abschließen, der nur einen Euro mehr kosten würde, also 4,99€ im Monat.

Die ältere Dame hat sich darauf eingelassen, das Fernsehen sollte ja wie gewohnt weitergehen. Ein paar Tage später kam die Mitarbeiterin dann wieder vorbei und hat das Gerät installiert. Das Ganze kam der älteren Dame dann aber (zum Glück) spanisch vor, denn an Ihrem alten Receiver wurde nichts verändert. Also hat sie mich gerufen. Ich habe dann nachgefragt, was die Mitarbeiterin denn gemacht hätte und was es denn kosten würde: Aussage wie oben – 4,99€ im Monat. Dann war sie ganz schnell weg, hat den Vertrag und Ihre Karte mitgenommen. Einen weiteren Termin habe die Mitarbeiterin – in einer anderen Stadt.

Ich war skeptisch geworden und habe mir die Situation mal angesehen. Und siehe da: Ein zweiter Receiver stand knapp neben dem Alten (digital und weiter funktionsfähig). Und nicht nur das: Eine neue Smartcard steckte in dem neuen Receiver. Ich habe dann begonnen an der Hotline nachzuforschen mit dem Ergebnis: Die Mitarbeiterin von Kabeldeutschland hat einen zweiten Vertrag für das Ehepaar abgeschlossen. Für 9,99 € im Monat. Und dann noch das Zusatzpaket mit HD und Video on Demand (Internet gibt es in diesem Haushalt nicht…). Und der “kostenfreie” neue Receiver schlägt auch mit 50€ zubuche. Und das alles, obwohl ein Vertrag bestand, welcher voll funktionsfähig war und weiter sein wird. Das Schlimmste: Den neuen Receiver hat sie nur an die Steckdose angeschlossen, die Fernbedienung versteckt.

Also mit der Hotline gesprochen, ob das alte Ehepaar, welches ganz klar über den Tisch gezogen wurde, noch in der Widerrufsfrist sei. Ja, Widerruf noch möglich, einfach Formular ausfüllen, alles in ein Paket und ab zurück zu Kabeldeutschland, dann wird alles Rückgängig gemacht.

Pustekuchen.

Keine Woche später – mittlerweile nach der Widerrufsfrist kommt die alte Dame wieder auf mich zu: Sie habe eine Abbuchung über ca. 55 € von Kabeldeutschland erhalten. Ich mich also wieder ans Telefon gehängt. Der erste Mitarbeiter bestätigt mir die Kündigung, sagt aber, er kann nichts tun, ich müsse mich an die Rechnungsabteilung wenden und gab mir deren Nummer – welche nicht mehr existierte – aber immerhin lief ein Band, welches auf eine neue Nummer verwies. Ich schilderte also zum zweiten Mal an einem Tag das Anliegen. Eine Kündigung könne er nicht sehen, nur das Zusatzpaket sei gekündigt. Ich habe alles dokumentiert mit Fotos, meinte ich dann, wir haben alles zurückgesendet, inklusive Widerruf und allen Geräten und der Smartcard. Der Mitarbeiter der Rechnungsabteilung wurde, nachdem ich das Wort “Betrug” das erste Mal in den Mund nahm plötzlich pampig. Ich erklärte den obigen Umstand und das wir bereits alles zurückgesandt hätten nochmal. Daraufhin wurde ich in die Logistikabteilung überstellt. Dort bestätigte man mir, dass alle Gerätschaften angekommen seien, einen Widerruf oder eine Kündigung sei aber nicht aufzufinden…

Immerhin: Der letzte Mitarbeiter aus der Logistikabteilung hat uns nun versichert, dass der Widerruf seinen Gang gehe und er alle Unterlagen fertigstellt und spätestens am Dienstag die Bestätigung bei dem Ehepaar eingeht. Aber das alles gut geht sagt man uns nicht das erste Mal. Ich werde weiter dranbleiben. Es kann nicht sein, dass ein solch großes Unternehmen mit seinen Mitarbeitern auf “alte Leute-Fang” geht, weil die mit klaren Falschaussagen zu teuren Verträgen zu überreden sind. An der Stelle sei noch angemerkt: Nie hat irgendjemand etwas unterschrieben! Der Vertrag, der über 24 Monate Kosten von 529,52 € ausgelöst hätte, wurde nie unterschrieben. Das darf nicht sein.

Opt-Out: Warum ich bei Google und co nicht mehr mitmache

Ich werde ganz ehrlich sein: Ich habe bisher fast alle Google-Dienste genutzt: E-Mail, Calender, Drive… Durch die DSGVO habe ich aber begonnen nachzudenken: Wie gehen große Unternehmen mit meinen Daten um? Muss der Staat / die EU da wirklich eingreifen? Und kann ich das vielleicht jetzt selber und auch noch besser machen? Ich bin dann zu dem Schluss gekommen, dass ich den “bösen” Unternehmen ja meine Daten recht freiwillig zur Verfügung stelle. Und das kann ich ändern! Zugegeben: Man muss schon einiges an technischen Know-How mitbringen, um von allen oben genannten Lösungen selbst umzusetzen. Und dennoch kann ich sagen: Die eigenen Daten endlich selber in der Hand haben fühlt sich gut an.

E-Mail auf dem eigenen Server statt Googlemail

Postfix Logo
Postix Logo von de.postfix.org

Um die eigenen E-Mails auch selber zu empfangen benötigt man vor allem folgendes: Eine Domain, einen Server und Zeit. Denn einen sicheren E-Mail-Server bekommt man nicht mal eben aufgesetzt. Ich habe mich nach an die Beiträge von Thomas Leister und Benjamin Höglinger (Högi) gehalten. Um meine Mails auch ohne Smartphone oder privaten PC abrufen zu können nutze ich eine Roundcube-Installation.

Bei der ganzen Sache sind mir einige Fallstricke aufgefallen: Die von Ubuntu ausgelieferten Pakete von Roundcube, PostfixAdmin und PhpMyAdmin sind uralt. Also: Besser selber von Git oder ähnlichem installieren. Aber dies birgt das Risiko, dass man das aktualisieren vergisst, das es mit einem apt update; apt upgrade am Abend eben nicht getan ist. Es hilft nur selber auf die Aktualität zu achten. Weiterlesen

Projekt: Historisches Wohnmobil – Teil 17 Einmal die Zündung neu

Wer hier brav meinen Blog verfolgt, der wird sicher mitbekommen haben, dass wir vor ein paar Wochen über Ostern am Steinhuder Meer waren. Auf dem Rückweg habe ich dann bemerkt, dass in bestimmten Drehzahl- und Lastbereichen der Karl Heinz nicht mehr so schön gezogen hat und sogar gelegentlich etwas gestottert hat. In etwa so, als ob immer mal ein Zylinder nicht gezündet würde. Ich habe dann also mit der Fehlersuche begonnen und zuerst gecheckt, ob noch genug Sprit ankommt, ob der Benzinfilter noch gut ist oder ob vielleicht eine Benzinleitung porös ist. Letzteres traf zu, ein Austausch erfolgte aber das Problem bestand weiterhin.

Stellt sich die Frage: Was kann noch die Verbrennung negativ beeinflussen? Es kam natürlich die Zündung als Möglichkeit in Betracht – das war dann auch mein zweiter Schritt. Da meine Zündkabel neu sind ging ich schnell dazu über, den Zündverteiler zu prüfen. Dazu muss man sagen: Ich habe noch nie mit solcher Technik gearbeitet. Also: Verteilerdeckel runter und erst mal ein Blick rein. Wie die Sau ins Uhrwerk. Als erstes fällt mir auf: Etwas ölig die ganze Region… Kontaktabbrand am Unterbrecher und oh! Das Massekabel für die Unterbrecherplatte ist in drei (!!) Teilen und gut verteilt im Zündverteiler zerbrochen.

Zündverteiler Bedford Blitz
Zündverteiler Bedford Blitz, geöffnet, sichtbar: Verteilerläufer

Jetzt nur einen neuen Unterbrecher einbauen wäre natürlich lediglich ein Tropfen auf dem heißen Stein gewesen. Also mal die Suchmaschinen und das Bedford-Forum angeworfen und befragt. Siehe da: Man kann die Zündung auf kontaktlos umrüsten. Super! Bei meinem Verteiler handelt es sich um einen DELCO D300, hier ist auch die Ersatzteillage noch gut, es handelt sich um ein recht weit verbreitetes Produkt. Wenn man einmal alles auseinander nehmen muss habe ich dann gleich folgendes erneuert:

  • Verteilerdeckel DELCO D300 [HIER]
  • Verteilerfinger DELCO D300 [HIER]
  • Massekabel im Zündverteiler (Gefertigt auf Gummileitung H07 mit 1,5 mm²)

Und natürlich eine kontaktlose Zündung [HIER oder HIER] eingebaut. Letztere habe ich aus Großbritannien importiert – das war um einiges günstiger als diese in Deutschland zu erwerben.

Um den Umbau vollziehen zu können, muss der ganze Verteiler vom Motorblock gelöst werden. Entweder man dreht den Motor währenddessen nicht und baut den Verteiler genau in derselben Position ein, wie man ihn entnommen hat, oder man stellt dem Motor auf den oberen Totpunkt, dann findet man die Position auf alle Fälle wieder. Ist der Verteiler draußen, muss das Zahnrad gelöst werden indem man den Spannsplint mit einem Splinttreiber entfernen:

Dann kann man die Welle herausnehmen und das Powerspark-Kit einbauen. Ich musste dann noch die Platte unter dem Unterbrecher demontieren um das neue Massekabel zu verbauen. Dann alles wieder zusammen und ab in die Scheune um den Verteiler einzubauen. Wichtig dabei: Der kontaktlose Unterbrecher darf niemals verpolt werden! Sonst kauft man sich einen Zweiten 😀

Ich habe dann in etwa dieselbe Position vom Zündzeitpunkt her gewählt wie sie vorher war und den Motor einmal gestartet. Tatsache: Nach dem zweiten Mal drehen lief das Motörchern. Jippi! Nun sollte eigentlich die Einstellung des Zündzeitpunktes folgen, aber meine Zeit war zu knapp und an einem Oldtimer bastelt man nicht mit Zeitdruck. Also muss hier wohl in Kürze ein Update rein!

Hier folgt das Update:

Es ist wie immer leichter gesagt als getan. Insbesondere dann, wenn man einen Fehler übersieht. Nach mehreren Testfahrten und vielen Einstellversuchen wollte der Motor unter Last noch immer nicht, wie er sollte. Er stotterte, spuckte und ging teilweise sogar im Stand einfach aus. Irgendwann bin ich dann auf den Trichter gekommen, die vom Hersteller gequetschten Flachstecker zu überprüfen. Und siehe da: Einer (rot) steckte nur sehr locker (hab ich nachgebogen) und der Schwarze zerfiel bei leichtem Ziehen schon in seine Teile…  Also neu Abisoliert, ein neuer Verbinder drauf und gestartet. Probefahrt. Und siehe da: Keine Fehlzündungen, kein Spucken, kein Stottern… Bis man(n) auf hohe Geschwindigkeiten kommt. Dann ging gar nix mehr. Was das Endgültige Problem war? Lest es in Teil 18! (Ab 05.07.2018)

Ein Monat o2 Free – Kurzerfahrung

Ich habe es nun doch getan: Mein blau.de Prepaid-Karte ist adé. Seit acht Jahren war ich Kunde, doch nun hat mich die Drosselung nach Ende des Datenvolumens derart gestört, sodass ich auf einen Vertrag umgestiegen bin.

Der hat, wie mein Prepaid bisher, 1 GB Highspeed-Volumen. Warte! Wo ist da die Verbesserung? Die Frage ist berechtigt, ihre Antwort so simpel wie genial: Die Drosselung erfolgt auf 1000 kbit/s statt auf unnutzbare 64 kbit/s. Das ist etwa 15 ma schneller und enspricht einer DSL 1000 Leitung – aber im Up- wie auch Download. Das Netzt von Telefonica kannte ich natürlich schon, so auch seine Schwächen. Insbesondere das EDGE-Netz von Telefonica ist ja kaum zu nutzen gewesen mit blau.de, doch – Oh Wunder! – jetzt tut sich was in der lahmen Leitung. Offensichtlich werden Vertragskunden im o2 Netz bevorzugt.

Doch was geschieht nun, wenn man in die Drosselung kommt? Nun, als erstes fliegt man aus dem LTE Netz. Das tut in den meisten Regionen nicht weh, es sei dann auf dem Lande, wo dann nur noch EDGE zur Verfügung steht. Ich konnte nun feststellen, dass Surfen, Mailen, Whatsappen und dergleichen noch ohne Einschränkung nutzbar ist. Musik Streamen? Ohne Probleme ( 320 kbit/s < 1000 kbit/s).

Doch wie sieht es mit Video aus? Rechnen wir einmal hoch: 1000 kbit/s sind 450 MB in einer Stunde. Gehen wir davon aus, dass ein durchschnittlicher Film zwei Stunden geht, so stehen unter optimalen Bedingungen nur ca 900 MB zur Verfügung. Bei Amazon Prime Video kann man sich eine Prognose in den Einstellungen ansehen:

Und siehe da: Wenn man auf die beste Qualität verzichten kann, kann man auch Videos streamen. Meine Erfahrung: “Gut” funktioniert immer, auch im Zug bei Netzwerk-Hopping, “Besser” geht wenn man sich nicht bewegt und “Optimal” lässt sich kaum ohne Ruckler nutzen. Selbst mein Plex-Streaming funktioniert – mit reduzierter Qualität – gut, so muss das!

Fazit: Wenn man nicht auf ein LTE-Netzwerk angewiesen ist, so kann man selbst mit dem kleinsten Tarif o2 Free S ohne Sorgen surfen, bis der Arzt kommt. Ich bin zufrieden. Ach und Telefon- und SMS-Flat sind natürlich auch dabei.