Pascal Tippelt's Blog

Linux und so

2. März 2017
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Projekt: Historisches Wohnmobil – Teil 3 Der Fußboden

Es geht endlich weiter! Wir haben uns für einen Fußboden entschieden. Es ist ein Click-Laminat in Eiche-Optik geworden. Wir haben so einen Boden das erste mal verlegt und sicher auch nicht alles richtig gemacht, aber erstmal sieht es ziemlich gut aus.

Rundum kommen später kleine, helle Leisten, um den notwendigen Spalt zu verdecken. Leider konnten wir den Boden so nicht bis ganz nach vorn verlegen – denn da sind zu viele Rundungen (im Sinne von erst fällt der Boden ab, dann steigt er leicht und dann mehr) welche wir nicht auslegen konnten. Dort kommt wieder ein Teppich hin – welcher auch für etwas bessere Schalldämmung sorgen soll.

Apropos Schalldämmung: Die ist auch mit dran. Der Bereich des Armaturenbrettes wird im Moment komplett neu gemacht – unter Verwendung von Teilen des alten Armaturenbrettes. Brett wohlgemerkt im wahrsten Sinne des Wortes: Es ist und bleibt eine Holzkonstruktion.

Das vorhandene Brett wurde bereits vom alten verschlissenen und durchlöcherten Leder befreit und gereinigt. Jetzt wird es eben verlängert bis zur Scheibe. Darunter kommt ein wasserfestes Verbundmaterial, dass das Spritzwasser abhält. und dazwischen? Da ist derzeit Luft. Aber: Ich habe Dämmmatten bestellt, welche dazwischen kommen. Das sorgt nicht nur für eine gewisse Wärmedämmung, sondern auch dafür, das der Motor weniger stark wahrgenommen wir im Fahrerraum. Den Auspuff habe ich auch abgedichtet – ein hässlicher Riss war mir tatsächlich beim Kauf entgangen. Dass Auspuffkitt keine dauerhafte Lösung ist weiß ich wohl, dennoch ist alles erstmal ruhig jetzt.

Den Vergaser habe ich auch eingestellt. Leerlauf- und Startverhalten waren noch nicht befriedigend. Ich habe jetzt ein etwas fetteres Gemisch gewählt (lediglich im Leerlauf!), damit springt er sofort an – unabhängig davon, ob der Motor warm oder kalt ist. Der Rundlauf ist hingegen noch nicht perfekt. Da muss ich noch mal ran.

29. Januar 2017
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Projekt: Historisches Wohnmobil – Teil 2 Innen alles raus!

Innen hat schon mal jemand versucht, alles wieder hübsch zu machen. Versucht. Okay, es ist keine schlechte Idee, das alte Holzfurnier mit Klebefolie zu überziehen. Ungünstig nur, wenn es nicht überall gemacht wird und damit nicht einheitlich aussieht. Außerdem müssen viele Sachen einfach erneuert werden – Zeit also, alles rauszureißen:

Gut zu erkennen: Die Gasheizung und die Küche sind noch drin. Warum? Ich habe etwas Respekt vor dem Gas im Wohnmobil. Würde ich irgendetwas falsch demontieren oder wieder montieren kann das tödliche Folgen haben. Also lasse ich vom Gas die Finger und mache vor dessen Benutzung einen Gastest beim Fachmann – man weiß ja nicht, was der Vorbesitzer eventuell gemacht hat.

Das ist in etwas der Plan nach der Fertigstellung. Die zwei weißen Rechtecke sind (links) eine erweiterte Arbeitsplatte mit Stauraum und (rechts) ein leicht erhöhter Abstellbereich. Damit kann hinten keiner mehr schlafen – wollen wir aber auch nicht, denn wir nutzen lediglich das Hubbett im vorderen Bereich (hier nicht eingezeichnet). Folgende ToDo-Liste ergibt sich:

  • Bad neu konstruieren und bauen
  • Sitzbank rechts entfernen
  • Hubbett leicht vergrößern
  • neuen Fußboden verlegen

…aber dazu später mehr.

29. Januar 2017
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Projekt: Historisches Wohnmobil – Teil 1 Dichtigkeit

Ich habe ja schon ein wenig von unserem Projekt Wohnmobil erzählt. Da es undicht war, war natürlich der allererste Schritt alles wieder abzudichten. Ich wusste, dass der komplette vordere Bereich durchnässt war, denn die Verleimung der Isolierplatten hatte sich gelöst und die Himmel kam uns entgegen. Also habe ich diesen als erstes entfernt um mir das Ausmaß des Schadens genauer anzusehen.

Im Bild zu erkennen: Das Aluminiumdach (blau), welches glücklicherweise nicht rosten kann, aber durchlöchert ist. Wahrscheinlich wurden auf dem Teil des Daches unsachgemäß diverse Dinge angebracht. In wunderbaren Rostbraun sind die Stahlstreben, in weiß die alten und durchnässten Styroporplatten.

Ich fand am Dach zwölf Stellen, an welchen bis zu 4 Löcher waren. Zum Abdichten bin ich folgendermaßen vorgegangen:

  1. Reinigen des Umfeldes des Loches
  2. auffüllen des Loches mit Sika (einebnen)
  3. überkleben mit mehreren, gestaffelt großen Teilen selbstklebenden Aluminiumbandes
  4. überlackieren mit Sprühfarbe


Optisch ist dies sicher nicht die Beste Lösung, aber die Löcher, die teilweise fast 2 cm Durchmesser hatten (wie kann man sowas übersehen als Besitzer???), zu verschließen. Nach einigen Tagen Regen konnten wir feststellen: Das Wohnmobil ist wieder dicht. Jippi!

Wie im ersten Bild schon super zu erkennen gab es diverse Folgeschäden. Die Dämmung ist hin, auch das Kunstleder darunter. Am problematischsten sind die Streben darunter. Doch ich konnte ausatmen: Der Rost war lediglich oberflächlich und es gab keine Durchrostungen. Deshalb ging ich folgendermaßen vor:

  1. entfernen des groben Rostes mit einer Drahtbürste
  2. behandeln der Streben mit Rostumwandler
  3. nochmal mit Rostumwandler behandeln
  4. mit Lack wieder überstreichen um neues Rosten zu verhindern

Nach der ersten Schicht Rostumwandler (das ist keine Durchrostung, sondern ein Loch)

Es folgt demnächst die neue Dämmung – mit handelsüblichen Styropor von 20 mm Dicke.

29. Januar 2017
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Projekt: Historisches Wohnmobil

Camper sind spießig, oder? Sie stellen sich irgendwo auf einen total überlaufenen Platz und sonnen sich im Schatten des viel größeren und teureren Wohnwagens nebenan. Nun, wir wollen trotzdem campen. Anders. Individuell. Doch bevor man nur in die Nähe eines Campingplatzes kommt, muss man sich ein Heim beschaffen. Ein Zelt, einen Wohnwagen oder ein Wohnmobil. Ersteres scheitert an Komfortansprüchen. Der Wohnwagen daran, dass wir kein Auto mit Anhängerkupplung haben – und auch nicht wirklich sicher sind, ob wir einen so großen Wohnwagen überhaupt ziehen wollen. Und das Wohnmobil? Das sollte am Preis scheitern, oder? Unser Budget lag schließlich bei bescheidenen 4000€ inkl. Reparaturen und Umrüstung nach unseren Geschmack. Klar, dafür bekommt man kein neues Wohnmobil. Die kleinsten gehen bei 35.000€ los – in der Holzklasse. Einen guten gebrauchten findet mach sicher um die 8, 9 oder 10-tausend Euro, aber für unter 4000€? Nun, wir haben uns auf dem Gebrauchtmarkt umgesehen: Ein Modell mit dem Alkoven kommt nicht in Frage, ein Teilintegrierter wäre in Ordnung, vollintegriert am Besten. Also wahrscheinlich ein Hymer.

Wir sind schnell auf den Trichter gekommen, das in dem Preisbereich ein Wohnmobil alt sein wird. Sehr alt. Und dann gäbe es Probleme mit Umweltzonen. Also? Historisches Kennzeichen und richtig alt. Angeschaut haben wir uns 3 Wohnmobile: Einen Hymermobil 650. Abgesehen davon, dass die Kiste riesig ist, war sie total verrostet. Es folgte ein Hymermobil 521 mit Motorumbau (von Bedford Benzin auf Unimog Diesel). Der Motor war hier leider in Kathastrophalen Zustand. Beim dritten handelte es sich wieder um ein Hymermobil 521 auf Bedford Blitz Basis mit 2,3l Benziner. Karosse und Motor waren instand, aber dennoch der Motor schlecht gewartet und die Kardanwelle nicht mehr so recht in Ordnung. Für den gebotenen Preis von 2800€ nicht zu halten. Glücklicherweise bekamen wir für eben dieses Wohnmobil einen neuen Preis – der Verkäufer knickte tatsächlich um 800€ auf 2000€ ein. Wir entschieden uns spontan, das Wohnmobil zu nehmen, obwohl es klare Mängel auf weißt. Diese sind aber klar im Rahmen des möglich zu beheben:

  • Nockenwellendeckeldichtung erneuern
  • Kardanwelle neu Wuchten und Mittellager erneuern
  • Wassereinbruch in Himmel der Front beseitigen und Folgeschäden beseitigen
  • Verbastelte Elektronik erneuern

Des weiteren kommen für uns folgende Schritte hinzu, um dem Wohnmobil unseren eigenen Stil aufzudrücken:

  • vollständige Renovierung des Innenraums
  • Erneuerung der Nasszelle
  • Wiedereinbau einer Warmwasseraufbereitungsanlage

Die Story dessen gibt es hier ab jetzt regelmäßig zu lesen.

27. Oktober 2016
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Gole1 – Minimalistisches Windows Tablet

Kleine PC’s haben mich immer fasziniert. So habe ich ein 13 Zoll Notebook und nutze früher die EEEPC-Serie oder ähnliche als Media-Center. Doch das, was ich seit einigen Tagen auf dem Schreibtisch habe, toppt alles bisher dagewesene. Nach 2 Zustellversuchen (einmal fehlte die CE-Kennzeichnung) hat es eine Gole1 zu mir geschafft. Der kleine PC kommt aus Asien und ist eine interessante Mischung aus Tablet und Mini-PC.

CPU Intel Cherry Trail T3(Quad-core ) Z8300 1,44 Ghz (1,86 GHz Boost)
GPU Intel HD Graphics 200 MHz (500MHz Boost)
Bildschirm 5 Zoll 720×1280 IPS
Touchpanel 5-Punkte
RAM 4GB LPDDR3
HDD eMMC 64GB
Anschlüsse 3 x USB 2.0, 1 x USB 3.0, 1 x 100 Mbit Ethernet, 1 x HDMI, 1 x Kopfhörer, 1 x Micro SD, 1x Micro USB, 1 x 5V Jack

Es gibt auch eine kleinere Variante mit 2 GB RAM  und 32 GB HDD – aber da bleibt kaum Speicher übrig, also habe ich mich für die größere entschieden. Persönlich hat mich am Anfang das Datenblatt des Prozessors stutzig gemacht. Angeblich unterstützt dieser nur 2 GB RAM. In meinem Tablet sind allerdings tatsächlich 4 GB verbaut – und funktionieren. Natürlich kann man von der kleinen CPU keine Wunder erwarten. Dennoch ist es möglich, grundsätzliches Multitasking zu nutzen.

gole1_handware

Ich treibe das Spiel gern auch etwas weiter und wollte mal etwas Zocken. Minecraft? Bei moderaten Einstellungen 30 FPS. Spielbar. Assaultcube? Selbiges. ganz klar: Ältere Spiele laufen problemlos – sogar in HD. Tatsächlich ist es hier oft die CPU, welche limitiert. Wirt das System belastet läuft es heiß und die CPU Frequenz wird gedrosselt – der Boot von 1,84 GHz ist ein seltener Gast. 1,6 GHz hingegen werden gehalten. Minecraft ist ein Spiel, welches kaum Multicore-optimiert ist – es läuft „dank“ Java hauptsächlich auf einem Kern – und ein einzelner ist schnell ausgelastet. Das Microsoft Office 365 2016 arbeitet gut da Hardware-beschleunigt. Eingesetzt wird im übrigen Windows 10 64bit über einem UEFI-BIOS, auf welches man zugreifen und auch umfangreich konfigurieren kann.

nun stellt sich die Frage: Warum kauft man sich sowas. zuerst ist dazu zu sagen, dass ich das Projekt via Indigogo finanziert habe und somit wesentlich günstiger an das Gerät gekommen bin, als der „normale“ Käufer. Ich persönlich möchte das Gerät in der Uni für Präsentationen, kurze Recherchen zu Bauteilen in Laboren oder ähnlichem nutzen – eben als kleiner Helfer. Praktisch dabei ist, dass der Gole einen „echten“ HDMI-Ausgang hat, sprich Full-Sized und kein simpler „Clon-Display“ Anschluss sondern eben ein echter, welcher auch für ein zweites Display mit anderem Inhalt und anderer Auflösung verwendet werden kann. Also genau das, was man für Präsentationen braucht. Für diesen Zweck ist er auch bestens geeignet. Für Powerpoint reicht die Leistung alle mal und das kleine Display ist für die Folienvorschau auch genügend.

Positiv überrascht war ich von der Akku-Laufzeit. Ich war davon ausgegangen, wenn der Hersteller ca 2 Stunden angibt wird eher Schluss sein. Allerdings sind diese 2 Stunden ohne jegliche Energiesparmaßnahmen gerechnet. Ich erreiche bei aktivem Display (25% Helligkeit) und mäßiger Nutzung 3 bis 4 Stunden. Allerdings ist auch nicht komplett klar, welches Akku verbaut ist. Deswegen habe ich das Gehäuse geöffnet (4 Schrauben hinten)…

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…und siehe da: 9,62 Wh. Das ergibt mit 3,7 V Nennspannung 2600 mAh. Passt also. Andere haben aber nur 1800 mAh oder 1900 mAh eingebaut – unverständlich…