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Der Blog von Pascal Tippelt. Wohnmobil, Computer, Linux und so

6. April 2018
von pascaltippelt
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Deutsche Bahn – Ein Kommentar zur Kriesenbewältigung

Wir schreiben den 17. März 2018 an einem Wochenende, an dem in Deutschland mitten im März nochmal Schnee angekündigt war. Wir wollten trotzdem einmal quer durch Deutschland. Per Bahn. Recht früh hat sich dann aber rausgestellt, dass unser Zug nicht ankommen wird, denn rund um Leipzig war alles dicht. Weichen vereist heißt es, nunja ein Blick auf die Wetterkarte lieferte die Erklärung. Die Leipziger Tieflandsbucht hatte es schwer erwischt.

Für einen solchen Fall gibt es zum Glück die Fahrgastrechte. Bei einem Zug, der sein Ziel nicht erreicht ist die Lage da relativ klar: Rückerstattung des Reisebetrags (und von zusätzlichen Kosten, welche wir aber nicht hatten). Also habe ich brav das Formular ausgefüllt und per Post eingeschickt (70 ct Breifmarke, 20 ct Druckkosten, 10 ct Briefumschlag). Alles gut soweit. Doch heute, nach etwa zwei Wochen kam die Antwort: Keine Erstattung möglich, da der Zug mit 0 Minuten Verspätung eingefahren sei. Bitte was? Weiß die Bahn nicht, wann ihre eigenen Züge nicht ankommen?

Ich habe prompt zum Telefon gegriffen (20 ct pro Anruf aus dem Festnetz) und wurde nach nur 5 min mit einer netten Dame verbunden. Nachdem ich meine Lage geschildert habe hat diese dann auch sofort gesagt, dass hier der Bahn ein Fehler unterlaufen ist. Sie würde unseren Beleg in die Widerrufsabteilung weiterleiten. Wie lange das dauert? Na so 2 Wochen, dann gibt es einen neuen Brief…

Ich bin an der Stelle etwas enttäuscht von der deutschen Bahn. Klar: Schlechtes Wetter und Probleme deswegen das kann vorkommen. Aber dann dreist behaupten, dass an dem Tag alles auf die Minute genau gelaufen ist? Das geht nicht. Und das Schlimmste: Hätte ich mich nicht gekümmert, hätte ich nicht nochmals Geld und Zeit investiert, würde ich nie an meine mir zustehende Erstattung kommen. Das ist wirklich traurig.

29. März 2018
von pascaltippelt
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Projekt: Historisches Wohnmobil – Teil 16 Wiederbelebung, eine störrische Kupplung und das Bad die Zweite

Es ist nun schon eine ganze Weile her, seitdem ich das letze Mal hier etwas zu Karl-Heinz gepostet habe. Über den Winter kamen die Prüfungen in der Hochschule und Berufliches zusammen, sodass mir kaum Zeit für das Mobil blieb. Wer trotzdem etwas lesen möchte, der sei immer auf den Blog meiner Holden verwiesen, da gibt es öfter mal was. Aber dennoch ist in den letzen Wochen einiges passiert. So haben wir Karl-Heinz aus dem Winterschlaf aufgeweckt und so einiges erneuert und verbessert.

Der Auspuff

Endlich habe ich einen Preiswerten, passenden Mittel- und Endschalldämpfer für den Bedford Blitz gefunden. Wir sind immer darauf bedacht, Ersatzteile nur zu kaufen, wenn sich nicht mehr reparieren lässt, aber der alte Pott war nicht nur hinüber, er gehörte auch definitiv nicht zu diesem Modell. Gut zu Wissen ist an dieser Stelle, das der Auspuff bei allen Bedford Blitz / Hymermobilen der Zeit gleich war – zumindest der Mittel- und Endschalldämpfer. Egal ob Benziner, Diesel, kleiner oder großer Hubraum. Für den Benziner ist schon lang nichts mehr gelistet, aber für den Diesel findet man noch den originalen (!!!) Auspuff bei diversen Händlern.

Händlergrafik IMASAF Auspuff (Quelle: auspuffsets.de)

Der Radkasten

Leider lässt sich Rost bei einem Oldtimer selten vermeiden. Auch wir hatten eine Durchrostung im Bereich des Radkastens – die wir mit einem neuen Blech ausgebessert haben. Zuvor natürlich alles hübsch sauber gemacht, dann Rostschutz, Lack und wieder Unterbodenschutz…

Die Kupplung

Bevor es los ging hatten wir es allerdings mit einem großen Problem zu tun. Die Kupplung saß fest. Ob fest-gefroren oder zusammen-gerostet kann ich nicht genau sagen. Lösung des Problems: Ein Rad der Antriebsachse aufbocken, Gang rein und erstmal laufen lassen. Dann alle 5 Minuten immer wieder Kupplung treten. Nach 20 oder 30 Minuten und einen Krampf in der Wade war die Kupplung dann frei und es konnte los gehen.

Das Bad

Die Nasszelle hatte ich ja schon im vorigen Jahr gefertigt, aber noch nicht von außen verkleidet. Nun hatte ich ein Wochenende frei und Tatjana und ich haben mal eine große Hauruck-Aktion gestartet um Karl-Heinz aufzuhübschen. Das Bad wurde mit einseitig weiß beschichteten dünn-MDF verkleidet, alle Kanten mit 15 * 15 mm Aluleisten verziert.

Gut zu erkennen: Die Tür fehlt noch. Aber kommt! Keine Sorge 😉

Über Ostern möchten wir jetzt erst mal ans Steinhuder Meer fahren. Hoffentlich wird es etwas wärmer als angekündigt…

29. Januar 2018
von pascaltippelt
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Subwoofer für’s Heimkino selber bauen

Ich bin ein Fan vom eigenen Heimkino. Deswegen hängt bei mir ein lang ersparter Beamer an der Wand und eine gebraucht gekaufte Hifi-Anlage aus den 90ern im Wohnzimmer. Obwohl ich mit dem musikalischen Klang der 3-Wege Standboxen (mit 2 Tieftönern) grunsätzlich sehr zufrieden bin, fehlt mir bei dem ein oder anderem Action-lastigen Film doch etwas die Schiene des Teiftonsoundeffektes. Dazu haben die Standboxen einfach nicht genug Volumen und Membranfläche. Aus diesen Gründen habe ich mich entschieden, einen Subwoofer zu bauen, der speziell die Frequenzen um 45 Hz übernimmt.

Nun ist das Studentische Budget nicht gerade überragend und ich hatte mir ein Limit von 60€ gesetzt – inklusive Verstärker. Als erstes habe ich dementsprechend mal bei Conrad vorbei gesehen und wurde dort mit dem Visaton WS 20E-8 fündig (26€). Dieser weist im von mir gewünschten Frequenzgang bis ca 100 Hz einen annehmbar linearen Amplitudengang auf.

Frequenzgang Visaton WS 20 E – 8 Ohm

Nun kommt die Frage der Gehäusewahl. Geübt bin ich im Bau von geschlossenen und Bassreflexgehäusen, aber diesmal wollte ich einen anderen Weg gehen und entschied mich für ein einfach-ventiliertes Bandpassgehäuse. Insbesondere aufgrund mangelnder Erfahrung habe ich dann die kostenfreie Software “BassCADe” zur Rate gezogen um das Gehäuse mit den oben erwähnten Lautsprecher zu simulieren.

Frequenzgang einfach ventilierter Bandpass

Den zweiten “Huckel” kann man dabei ignorieren, da meine Crossover der Frequenzweiche im DSP bei 70 Hz liegt und der komplette rechte Teil wegoptimiert wurde. Um das Gehäuse herzustellen bin ich in den Hornbach zum Holzzuschnitt gegangen und habe dort 18mm Leimholz zuschneiden lassen (15€). Dann ging es in den Keller und ans Leimen (5€) und die benötigten Ausschnitte fräsen. Zum Fräsen nutze ich gern meinen Dremel mit dem Fräs-Kit. Die Ergebnisse sind nicht professionell, aber so, dass ich mir traue, sie anderen zu zeigen 🙂

Gehäuse mit Rohr und Chassis

Das kleine Loch am hinteren Teil ist für die Boxenkabelanschlüsse gedacht.Das Chassis ist fest verschraubt, aber nicht zusätzlich verklebt. Als Rohr dient ein 75 mm Hartplastik-Abflussrohr aus dem Baumarkt (1,50€). Den gefrästen Ausgang des Reflexrohres habe ich noch abgeschrägt, sodass die Öffnung quasi direkt in die Vorderseite übergeht. Das hat den Klang noch einmal runder und rollender gemacht,

Subwoofwer beinahe fertig

Nun kommen wir zur Gretchen-Frage: Welcher Verstärker? Schließlich müssen die 80 W auch befeuert werden. Die Antwort ist unkonventionell: Ein KKmoon TDA8932 35W Modul von Amazo (7€). Dabei handelt es sich um zwei differentiell betriebene Einzelendstufen welche im Verbund auf 35 W kommen (ja, wirklich 😉 ). 35 W für einen 80 W Tieftöner? Kling unterdimensioniert. Reicht aber für mein Wohnzimmer super aus.

Ausschnitt aus dem Datenblatt von NXP Semiconductors TDA8932B
Class-D audio amplifier

Verschaltung für Mono Sound

Das ganze hat dann noch ein 3D-Gedrucktes Gehäuse bekommen und ist dann hinter der Anlage verschwunden.

KKmoon TDA8932 Gehäuse 3D Druck

Das Gehäuse könnt ihr euch hier herunterladen um es selber zu drucken. Insgesamt bin ich mit dem resultierenden Ergebnis sehr zufrieden. Der Preis stimmt und ich habe bei Filmen mit einer basslastigen Effektspur auch Spaß. Positiv ist der weiteren zu erwähnen, dass der Subwoofer ein relativ begrenzten Wirkungsraum hat und kaum in die nächsten Räume und schon gar nicht in andere Wohnungen streut. Das ist für mich, da ich in einem Mietshaus wohne, durchaus wichtig. Man(n) möchte ja keinen Ärger mit den Nachbarn.

1. November 2017
von pascaltippelt
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Projekt: Historisches Wohnmobil – Teil 15 Winterschlaf

Um es kurz zu machen: Unser Wohnmobil hat keine Winterreifen und im Moment sehen wir auch keinen Sinn darin, denn im Winter ist uns Camping zu kalt. Aber wohin mit dem Mobil in den kalten Tagen? Natürlich bieten sich viele Scheunen im Raum Hannover für mehr oder weniger Geld an, doch wir haben Karl Heinz in Sachen bei meiner Familie eingemottet. Dort steht er nun hinter einem Carport.

Doch mit einfach hinstellen war das Ganze natürlich nicht getan. Zuvor mussten alle Flüssigkeiten die einfrieren können entleert werden (Frischwasser! Grauwasser!) und das Fahrzeug hochgebockt werden. Wir wollen ja keinen Standschaden.

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